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Wann kommt das Gewitter im Allgäu und Alpenvorland? Kempten, Memmingen, Füssen

Das Allgäu und das bayerische Alpenvorland gehören zu den Regionen Deutschlands mit dem höchsten Hagelrisiko überhaupt — die Nähe zu den Alpen sorgt für extrem kräftige Aufwinde. So prüfst du genau, wann eine Gewitterzelle Kempten, Memmingen oder Füssen erreicht.

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Wann kommt das Gewitter im Allgäu und Alpenvorland? Kempten, Memmingen, Füssen

Aktuelle Gewitterlage im Allgäu

Die Karte unten zeigt Niederschlags- und Blitzradar nahezu in Echtzeit.

Windy.com · Radar

Gewitterradar — Allgäu

Standardmäßig siehst du den Niederschlagsradar zusammen mit Echtzeit-Blitzen — das ist eine kombinierte Windy-Ebene. Wechsle zu Wind oder zur Warnungs-Ebene, um zu sehen, ob für diese Region eine amtliche Warnung gilt.

Um die genaue Uhrzeit zu prüfen, zu der eine Gewitterzelle Kempten, Memmingen, Füssen oder einen anderen Ort im Allgäu erreicht, nutze das Gewitter-Tool dieser Seite.

Warum das Allgäu so anfällig für schwere Hagelunwetter ist

Das Allgäu liegt direkt am Übergang zwischen dem bayerischen Alpenvorland und den Alpen selbst — eine Topografie, die warme, feuchte Luft aus dem Süden regelrecht zwingt, sehr schnell aufzusteigen. Diese kräftigen Aufwinde sind genau die Zutat, die Hagelkörner brauchen, um groß zu werden, bevor sie zu Boden fallen: In den letzten Jahren wurden in der Region wiederholt Hagelunwetter mit außergewöhnlich großen Hagelkörnern registriert, die massive Schäden an Dächern, Autos und der Landwirtschaft verursacht haben.

Diese Gewitter entstehen meist am späten Nachmittag, nachdem die Sonne die Voralpenlandschaft mehrere Stunden lang aufgeheizt hat, und können sich entlang der Alpenkette schnell verlagern — eine Zelle, die über Füssen entsteht, kann innerhalb einer Stunde Kempten oder Memmingen erreichen. Die Nähe zu den Bergen sorgt außerdem für lokal sehr unterschiedliche Wetterlagen auf engem Raum, weshalb eine stundengenaue Vorhersage hier besonders wertvoll ist.

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Was ein Gewitter ist und wie man seine Stärke liest

Grundlagen

Was ist ein Gewitter und wie liest man seine Stärke

Ein Gewitter entsteht, wenn warme, feuchte Luft am Boden schnell aufsteigt und auf deutlich kältere Luft in größerer Höhe trifft. Diese Bewegung (Konvektion) bildet eine Gewitterwolke (Cumulonimbus) — manchmal mehr als zehn Kilometer hoch. Darin stoßen Wassertropfen und Eiskristalle zusammen und laden sich elektrisch auf, was sich schließlich als Blitz entlädt.

Für ein Gewitter braucht man drei Dinge gleichzeitig: Feuchtigkeit in den unteren Luftschichten, Instabilität (großer Temperaturunterschied zwischen Boden und Höhe) und einen Auslöser für den Aufstieg — eine Wetterfront, stark erhitzten Boden an einem heißen Tag, oder Gebirge, das die Luft nach oben zwingt.

Wie man die Stärke des Gewittersignals liest

Wettermodelle (wie das hier verwendete ICON-D2) "sehen" Blitze nicht direkt — sie berechnen einen Blitzpotenzial-Index (LPI) aus der Physik der Wolke: wie viel Eis und unterkühltes Wasser aufsteigt, wie stark der Aufwind ist. Dazu kommen Niederschlag und konvektive Energie (CAPE) — zusammen ergibt das einen Index von 0–100 %.

  • 0–20 % — ruhig, kein reales Gewittersignal.
  • 20–30 % — schwaches Signal, vereinzelter Schauer möglich, Gewitter unwahrscheinlich.
  • 30–45 % — reale Gewitterchance, Entwicklung im Blick behalten.
  • 45 %+ — starkes Signal, Gewitter mit hoher Blitzwahrscheinlichkeit.

Das ist eine Modellprognose, kein Radarbild — sie zeigt, was das Modell für die nächsten Stunden erwartet, nicht was jetzt gerade passiert. Für die aktuelle Lage immer zusätzlich den Radar (z. B. im Gewittermodul dieser Seite) und amtliche Warnungen prüfen.

Windy.com · ECMWF-Modell

Wind und Wetter — Europa

Windrichtung und Windstärke entscheiden, wohin sich das Feuer bewegt. Wechseln Sie die Ebene zu Temperatur oder Luftfeuchte, um die Gefahr einzuschätzen.

Starker Wind, über 35 °C und Luftfeuchte unter 30% sind die Bedingungen, unter denen sich Feuer am schnellsten ausbreitet.

DWD-Warnungen für das Allgäu

Warnungen

Wetterwarnungen — Allgäu

Diese Seite zeigt eine Modellprognose und ersetzt keine amtlichen Warnungen. Wenn Deutscher Wetterdienst (DWD) eine Warnung für deine Region herausgegeben hat, ist diese maßgeblich — nicht unsere Prognose.

Bei einer Hagelwarnung im Allgäu: Fahrzeuge wenn möglich in einer Garage unterbringen, nicht unter Bäumen parken — die hier typischen großen Hagelkörner können Karosserie und Windschutzscheiben innerhalb von Minuten beschädigen.

Siehe auch

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen

Warum ist der Hagel im Allgäu oft so groß?

Die Nähe zu den Alpen zwingt warme, feuchte Luft zu sehr schnellem Aufstieg — das erzeugt extrem kräftige Aufwinde, genau die Bedingung, die Hagelkörner brauchen, um groß zu werden, bevor sie zu Boden fallen.

Wann entstehen die meisten Gewitter im Allgäu?

Meist am späten Nachmittag, nachdem die Sonne die Voralpenlandschaft mehrere Stunden aufgeheizt hat — seltener am Vormittag.

Wie schnell kann sich eine Gewitterzelle im Allgäu verlagern?

Entlang der Alpenkette oft innerhalb einer Stunde von einem Ort zum nächsten, etwa von Füssen nach Kempten oder Memmingen — die lokalen Unterschiede können auf engem Raum erheblich sein.

Wo sollte ich mein Auto bei einer Hagelwarnung parken?

Wenn möglich in einer geschlossenen Garage — Bäume bieten keinen ausreichenden Schutz gegen die im Allgäu üblichen großen Hagelkörner.

Welche Notrufnummer gilt im Allgäu?

112, gültig in ganz Deutschland und der gesamten EU, auch von einem gesperrten Telefon und ohne SIM-Karte.

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